Sonntag, 1. Mai 2016

Serie: Hamster knipsen - 3. totgeblitzt

Hamster als Haustiere sind schwer zu fotografieren, da sie sich als dämmerungs- und nachtaktive Tiere meist nur bei wenig Licht zeigen und noch dazu klein und flink sind. Wenig Licht ist für jede Kamera eine Herausforderung. In dieser Serie zeige ich Euch ein paar Tips zu den häufigsten Problemen.


Problem: Bilder mit dem eingebauten Blitz als Beleuchtung werden meist nicht sehr schön - das Licht wirkt hart und kalt, die Bilder wirken totgeblitzt.
"Totgeblitzt"


LÖSUNG:Hier hilft eine Terrarienbeleuchtung oder, falls ihr keine habt, dann nehmt doch eine Schreibtischlampe oder eine Werkstatt-Taschenlampe/Arbeitsleuchte mit flächigem Licht. Beleuchtet die Szene am besten von seitlich/oben, das gibt viel schönere Bilder. Wer eine DSLR sein eigen nennt und bereit ist etwas Geld zu investieren sollte sich einen externen Blitz mit Fernauslöser (günstigste Variante: Blitzkabel, teurer: Funk- oder IR-Auslöser) anschaffen - ein solcher "entfesselter" Blitz bringt meist mehr für die Bildqualität als ein neues Objektiv oder ein neuer Kamerabody. Erinnert Euch: "Fotografie" bedeutet übersetzt "Malen mit Licht".


Besser: externes Licht von seitlich oben, kein eingebauter Blitz.

LÖSUNG:Als zweite Möglichkeit kann man die Einstellungen an der Kamera optimieren.

Kameras versuchen immer ein Bild so zu belichten, daß es "mittelhell" wirkt. Wenn wir im Dunklen fotografieren können wir der Kamera aber sagen, daß das Bild ruhig dunkler wirken darf und so "Belichtungszeit sparen" (=eine kürzere Belichtungszeit erreichen). Das macht man mit der sog. "Belichtungskorrektur", das ist die Taste/der Menüpunkt mit "+/-". Korrigiert man um -1 (meist 3 kleine Teilstriche), dann halbiert sich die Belichtungszeit, bei -2 (6 Teilstriche) erreicht man 1/4 der Belichtungszeit; dh. statt 1/10 Sekunde hat man dann zb. nur noch 1/40 Sekunde und damit eine viel größere Chance, den Hamster scharf zu erwischen.

Außerdem kann man den ISO-Wert erhöhen - je höher man diesen Wert stellt, desto kürzer kann ebenfalls die Belichtungszeit werden. Verdoppelt man den ISO-Wert (zb von ISO 200 auf ISO 400, dann halbiert sich die Belichtungszeit.



Diese Serie erschien ursprünglich auf Hamster-Info.net.

Mittwoch, 27. April 2016

Serie: Hamster knipsen - 2. unscharfe Hamster

Hamster als Haustiere sind schwer zu fotografieren, da sie sich als dämmerungs- und nachtaktive Tiere meist nur bei wenig Licht zeigen und noch dazu klein und flink sind. Wenig Licht ist für jede Kamera eine Herausforderung. In dieser Serie zeige ich Euch ein paar Tips zu den häufigsten Problemen.


Problem: Viele Leute klagen bei der Hamsterfotografie über unscharfe Bilder. Meist sind die Bilder aber garnicht verwackelt, sondern es hat sich einfach der Hamster zu schnell bewegt.

Bewegungsunschärfe. Alle Gegenstände sind scharf - bis auf den Hamster der sich gerade in der Schale umdreht.
Hintergrund: Das liegt daran, daß man Hamster oft bei wenig Licht fotografiert und deswegen lange Belichtungszeiten braucht. Bewegt sich der Hamster während dieser Zeit ist er unscharf.

LÖSUNG:Hier gibt es mehrere Möglichkeiten wie ihr Abhilfe schaffen könnt: mehr Licht ist die beste Möglichkeit Bewegungsunschärfe zu vermeiden.


Diese Serie erschien ursprünglich auf Hamster-Info.net.

Donnerstag, 31. März 2016

Serie: Hamster knipsen - 1. zu nah dran Problem


Hamster als Haustiere sind schwer zu fotografieren, da sie sich als dämmerungs- und nachtaktive Tiere meist nur bei wenig Licht zeigen und noch dazu klein und flink sind. Wenig Licht ist für jede Kamera eine Herausforderung. In dieser Serie zeige ich Euch ein paar Tips zu den häufigsten Problemen.


Problem: Hamster sind klein und man möchte sie gern möglichst groß auf das Bild bringen. Habt ihr öfter mal das Problem, daß ihr mit der Kamera nah an den Hamster rangegangen seid und der Hamster dann nicht mehr scharf wurde oder die Kamera sich gar mit einer Fehlermeldung geweigert hat scharfzustellen? Dann habt ihr ein Zu-nah-dran-Problem.

Ein typisches Problembild - die Kamera kann nur auf den (etwas weiter entfernten) Hintergrund
scharf stellen, am Hamster  selbst ist die Kamera zu nah dran.

Hintergrund: Jede Kamera und jedes Objektiv hat einen gewissen Mindestabstand; meist liegt der bei ca. 50cm, bei manchen Modellen aber auch bei fast 1m. Geht man näher dran, wird das Motiv unscharf bzw. die Kamera weigert sich scharf zu stellen.

LÖSUNG:Bei Kompaktkameras und Smartphones kann man sich aber ganz leicht helfen: schaltet einfach den Makromodus ein. Das ist üblicherweise die Taste/der Menüpunkt mit dem kleinen Blümchen.


Makro? Wer jetzt denkt: "Sooo klein ist mein Hamster aber doch nun auch wieder nicht, auch wenn es ein Zwerghamster ist." läßt sich vom Namen in die Irre führen. Makromodus bedeutet nämlich nicht, daß die Kamera das Motiv vergrößert oder daß man damit "kleine" Motive fotografieren muß/kann, sondern daß man näher dran kann. Wenn man näher dran ist werden alle Dinge größer abgebildet (aus der Nähe erscheint ja alles größer), deswegen ist der Makromodus besonders beim Fotografieren von sehr kleinen Motiven wichtig - und so ist er wohl auch zu seinem Namen gekommen.

Bei einer DSLR gibt es leider keinen Makromodus, da muß man ein Objektiv mit kleinerem Mindestabstand nehmen - also ein sogenanntes "Makroobjektiv". Gerade Superzoom-Objektive (zb. 18-200mm) haben leider meist einen sehr großen Mindestabstand. Ihr müßt aber nicht unbedingt gleich ein teures Makroobjektiv kaufen - oft hat das mit der Kamera mitgelieferte kleine Kitobjektiv (bei Canon typischerweise 18-55mm) einen sehr kleinen Mindestabstand und ist ziemlich gut für Makroaufnahmen geeignet, besonders am Weitwinkel-Ende.

Generell ist der Mindestabstand am Weitwinkel-Ende am kürzesten - daher möglichst NICHT(!) zoomen.


Diese Serie erschien ursprünglich auf Hamster-Info.net.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Nick Fancher via Scott Kelby's blog: Wie man aus jedem Ort ein Studio macht

Schöner Gastpost von Nick Fancher auf dem Scott Kelby blog mit vielen praktischen Beispielen wie man mit sehr wenigen (und kostengünstigen) Hilfsmitteln aus praktisch jedem Ort ein Studio machen kann.
Guest Blog Wednesday featuring Nick Fancher

Donnerstag, 30. Januar 2014

Elia Locardi - goldene Stunde, blaue Stunde

Wirklich umwerfende Bilder geschossen zur goldenen und zur blauen Stunde gibt es momentan im Gastbeitrag von Elia Locardi auf dem Scott Kelby Blog zu sehen. Dazu beschreibt er auch, wie man goldene Stunde, Sonnenauf- und -untergang und blaue Stunde am besten einsetzen kann.

Sonntag, 26. Januar 2014

Strobist - aktuelles Lighting 101 als PDF

Den Einführungskurs "Lighting 101" des Strobist-Blogs gibt es jetzt in aktueller Version als PDF gratis zum Download. (Und ja, es ist auf Englisch wie der Titel schon vermuten läßt).

Have fun!

#Strobist #Lighting101

Donnerstag, 19. September 2013

DIY Lichtzelt um € 2,99

Aus einem JÄLL Wäschesack von IKEA kann man ein nettes kleines Lichtzelt zaubern - für nur €2,99.

Wer keine entfesselten Blitze besitzt kann auch stärkere Birnenn in die Tischbeleuchtung einschrauben oder Schreibtischlampen als Seitenbeleuchtung verwenden. Damit der Wäschesack nicht zusammenklappt habe ich eine Schnur von einem der Füße zum Griff gespannt.

Und damit die Schnur am Fuß hält habe ich mit einem Metallbohrer ein kleines Loch durch den Fuß gebohrt.

Hier noch eins der Bilder die bei dem Shooting herausgekommen sind.


Nach dem Shooting kann man einfach die Schnur lösen, den Wäschesack zusammenklappen und platzsparend verstauen.